© AFK Raabs/Thaya Mittwochabend brach in der Katastralgemeinde Kollmitzdörfl (Gemeinde Raabs an der Thaya) ein Waldbrand aus. Für die Einsatzkräfte war es ein schwieriger Löscheinsatz, der Brandherd lag in steilem, unwegsamen Gelände. Mit 30.000 Liter Wasser wurde der Steilhang geflutet und eine 300 Meter lange Löschleitung gelegt.

 

Gegen 19:30 Uhr wurde der Feuerwehrkommandant von Kollmitzdörfl von einem Anrainer informiert, dass aus dem Waldgebiet zwischen Kollmitzdörfl und Kollmitzgraben Rauch aufsteigt. Bereits die Lageerkundung stellte sich aufgrund des steilen und unwegsamen Geländes schwierig dar. Eine Zufahrt mit Feuerwehrfahrzeugen direkt zum Einsatzort war nicht möglich, auch zu Fuß ist es nur schwer möglich den Brandherd zu erreichen. Auf einer Fläche von rund 250 m² brannten das Unterholz, Laub und auch der Waldboden. Mit zwei Tanklöschfahrzeugen und mehreren Vakuumfässern von Landwirten aus der Umgebung wurde der Hang mit insgesamt 30.000 Liter Wasser geflutet. Das Löschwasser wurde mit einem Pendelverkehr von einem Löschteich in Kollmitzdörfl und aus dem Hyrantennetz in Raabs sichergestellt. Eine weitere Ausbreitung konnte vorerst gestoppt werden.

Immer wieder flammten Glutnester zwischen den Geröllmassen auf und so wurde in den Nachtstunden damit begonnen, eine rund 300 Meter lange Löschleitung von der Thaya über einen steilen Hang und den Geröllmassen bis zum Brandherd zu legen. In mühevoller Kleinarbeit wurde Glutnest für Glutnest abgelöscht. Für die Feuerwehrleute stellte dies eine enorme Kraftanstrengung dar, sie musstesn sich teilweise sogar gesichert abseilen um die Brandstellen zu erreichen.

Gegen 4 Uhr Früh konnte der Brand eingedämmt werden. Für die restliche Nacht wurde an mehreren Stellen eine Brandwache eingerichtet, um im Falle eines neuerlichen Brandausbruches rasch reagieren zu können.

Im Einsatz standen die Feuerwehren Kollmitzdörfl, Raabs, Zemmendorf, Aigen und Radl mit insgesamt 32 Mitglieder. Mehrere Landwirte unterstützen mit Traktoren und Vakuumfässer die Löscharbeiten.

Ein endgültiges "Brand aus" konnte bis Donnerstagmittag noch nicht gegeben werden. Die Feuerwehr Kollmitzdörfl steht nach wie vor bei Nachlöscharbeiten im Einsatz.

UPDATE 18.04.2019 16:00 Uhr:

Alle Glutnester gelöscht, die Feuerwehr Kollmitzdörfl führt bis zum Abend noch Kontrollen durch. Wird dabei keine Brandaktivität mehr festgestellt, kann am frühen Abend "Brand Aus" gegeben werden.

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