wappen lfvDie 119 Freiwilligen Feuerwehren im Bezirk Waidhofen an der Thaya blicken auf ein arbeitsintensives Jahr zurück. Mit 961 Einsätzen wurden 2017 um 8 % mehr Einsätze verzeichnet als 2016. Neben den Einsätzen gab es jede Menge an Übungen, Aus- und Weiterbildungen sowie allgemeine Tätigkeiten im Feuerwehrdienst. Werden alle diese Stunden addiert ergibt dies eine Gesamtleistung von insgesamt 164.000 Stunden. Setzt man dafür einen Stundensatz von 25 Euro an, ergibt dies eine Wertschöpfung im Wert von 4,1 Millionen Euro.

 

Gleich zu Beginn des neuen Jahres 2017 forderte das turbulente Winterwetter viele Feuerwehren. Das Sturmtief „Axel“ brachte Schneefall, Sturm und Schneeverwehungen, was auf den Straßen für winterliche Fahrbahnverhältnisse sorgte. 15 Feuerwehren waren an einem Tag mit 108 Mitgliedern bei Fahrzeugbergungen eingesetzt.

Das Wetter hielt die Feuerwehren auch in den Sommermonaten auf Trab. Am 26. Juni 2017 streifte eine Gewitterzelle mit Sturmböen, Hagel und starkem Niederschlag den Bezirk, vier Feuerwehren waren bei Sturmschäden und Reinigungsarbeiten im Einsatz. Ein heftiges Unwetter traf Ende August den Süden des Bezirkes. Hagelkörner mit einem Durchmesser von bis zu 4,5 cm, starker Sturm und große Niederschlagsmengen führten in den Ortschaften Großrupprechts, Kleinschönau, Warnungs und Vitis zu schweren Schäden. Bei abgedeckten Dächern, verschmutzten Straßen und umgestürzte Bäumen waren vier Feuerwehren beschäftigt.

Ende Oktober sorgte eine Kaltfront für erhöhtes Einsatzaufkommen der Feuerwehren. Windböen von mehr als 100 km/h führten in den Gemeinden Dietmanns, Dobersberg, Gastern, Groß Siegharts, Karlstein, Kautzen, Raabs an der Thaya, Thaya, Vitis, Waidhofen an der Thaya, Waidhofen an der Thaya - Land und Windigsteig zu teils schwere Schäden. In der Bezirkshauptstadt stürzte ein Baum auf ein Geschäftslokal, ein anderer Baum fiel auf mehrere geparkte Autos. 373 Mitglieder von 27 Feuerwehren waren bei diesem Sturmereignis im Einsatz.

Kaum Schäden, jedoch umso spektakulärer präsentierte sich am 21. Februar 2017 ein Eisstoß in Vestenpoppen. Nach einer langen Frostperiode folgte mildes Wetter, zusätzlich noch Niederschlag und das ließ das Eis auf der gefrorenen Thaya in Vestenpoppen aufbrechen. Die bis zu 25 Zentimeter dicken Eisplatten verkeilten sich außerhalb des Ortes und stauten das Wasser zurück in die Ortschaft. Die Ortsdurchfahrt musste am Abend gesperrt werden. In der Nacht bewegte sich der Eisstoß langsam Flussabwärts. Für die Ortschaft bestand somit keine Gefahr mehr. Die Feuerwehren Vestenpoppen-Wohlfahrts und Waidhofen/Thaya führten Kontrolltätigkeiten durch.

Neben den Sturm- und Unwettereinsätzen ereigneten sich im Bezirk 141 Verkehrsunfälle, darunter auch Unfälle mit Menschenrettungen, bei denen hydraulische Rettungsgeräte zum Einsatz kamen. Vier dieser Verkehrsunfälle waren besonders tragisch. Bei einem folgenschweren Frontalzusammenstoß am 2. September zwischen Dietmanns und Matzles erlitten beide Fahrer (21 und 68 Jahre alt) tödliche Verletzungen.

Nur vier Wochen später, am 30. September, kam ein 58-jähriger Mann ums Leben, als er zwischen Radessen und Irnfritz mit seinem PKW frontal gegen einen Traktor prallte.

Ein 15-jähriger starb am 2. Mai bei einem Verkehrsunfall auf der sogenannten „Bittner- Kreuzung“. Ein Mopedlenker übersah den Querverkehr auf der Bundesstraße und stieß mit einem PKW zusammen. Der Mopedlenker erlitt schwere Fußverletzungen, für seinen Beifahrer kam jede Hilfe zu spät.

Der niederschlagsarme Sommer erforderte 151 Wasserversorgungen durch die Feuerwehren. Mit den restlichen Arbeiten wie z.B. Beseitigen von Ölspuren, Auspump- und Kanalreinigungsarbeiten, Tierrettungen und sonstigen Hilfeleistungen ergibt sich eine Summe von 763 technischen Einsätzen im Jahr 2017.

Die Brandeinsätze gingen 2017 um rund ein Viertel zurück. Drei Brände an Wohngebäuden und zwei bei landwirtschaftlichen Objekten forderten 2017 einen Großeinsatz der Feuerwehren.

Am 13. Mai konnten neun Feuerwehren einen Brand in einer Maschinenhalle in Fistritz verhindern. Ein neben der Halle abgestellter Wohnwagen stand in Flammen, diese drohten auf die Maschinenhalle überzugreifen.

Nur zwei Tage später, am 15. Mai um 4 Uhr Früh gab es den nächsten Großeinsatz bei einem Wohnhausbrand in Riegers. Mitten im Ortszentrum stand ein Schuppen in Vollbrand, das Feuer griff bereits auf das Wohngebäude über. Sieben Feuerwehren konnten den Brand nach rund 1 Stunde löschen.

Am 2. Juli brach im Hobbyraum eines Wohnhauses in Kautzen ein Brand aus. Ein rascher Einsatz konnte den Entstehungsbrand rasch löschen.

Zwei Brände forderten am 15. Oktober insgesamt 19 Feuerwehren. Gegen 5 Uhr früh gingen mehrere Notrufe über einen Brand in einem landwirtschaftlichen Anwesen in Matzles ein. Der Wirtschaftstrakt stand in Vollbrand. Ein umfassender Löschangriff von 110 Feuerwehrleuten brachte den Brand unter Kontrolle. Das Wohngebäude blieb von den Flammen verschont. Während der Löscharbeiten in Matzles kam es zum nächsten Großeinsatz. In Kleinschönau brach – ebenfalls in einem landwirtschaftlichen Gebäude - ein Feuer aus. Der Wohnbereich brannte und das Feuer drohte auf den Dachstuhl überzugreifen. Neun Feuerwehren konnten dies jedoch verhindern. Die Brandermittler der Polizei stellten in beiden Brandfällen keine Hinweise zu einem vorsätzlichen Handeln oder Einbringung fremder Zündquellen fest. Der Großbrand in Matzles wurde durch einen Masseschluss im Bereich des Starters eines Traktors ausgelöst. Bei dem Wohnhausbrand in Kleinschönau wurde als Ursache ein technischer Defekt an einer Heizmatte ermittelt.

Die restlichen Brandeinsätze entfielen auf Klein- und Mittelbrände, davon 15 Wald- und Flurbrände. Ein Flurbrand endete besonders tragisch. In Kautzen stürzte am 29. Mai eine 73-jährige Frau beim Verbrennen von dürren Ästen in die Flammen. Sie verstarb im Krankenhaus an den Verletzungen.

In Summe kam es zu 40 Brandeinsätze bei denen 917 Einsatzstunden geleistet wurden.

Leistungsübersicht 2017:

  • Brandeinsätze: 40
    • Eingesetzte Mitglieder: 434
    • Einsatzstunden: 917
  • Technische Einsätze: 763
    • Eingesetzte Mitglieder: 3.355
    • Einsatzstunden: 4.429
  • Fehlausrückungen: 27
  • Brandsicherheitswachen: 131

 

  • Einsätze Gesamt: 961 (+8 % gegenüber 2016)
  • Eingesetzte Mitglieder: 4.373 (10 %)
  • Einsatzstunden: 7.856 (+/- 0 %)

 

  • Übungen Gesamt: 1.012
  • Eingesetzte Mitglieder: 6.824
  • Übungsstunden: 16.776

 

  • Allgemeine Feuerwehrtätigkeiten (Wartungen, Ausbildungen, Verwaltung, etc...)
  • Stunden: 110.042

 

Feuerwehrjugend:

  • Mitglieder: 110
    • davon Buben: 88
    • davon Mädchen: 22
  • Gesamtstunden: 28.865

 

Bei den 119 freiwilligen Feuerwehren im Bezirk wurden 164.000 Gesamtstunden geleistet. Setzt man einen Stundensatz von 25 Euro an, so ergibt das eine Wertschöpfung im Ausmaß von 4,1 Millionen Euro.

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